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Unsere Auswahl Deutscher Whisky und Whisky de Bretagne zeigt: Der Kontinent schließt auf zu den großen Whiskynationen wie Schottland und Irland.

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Schwäbischer Whisky oder Bodensee-Whisky haben zwar erst eine kurze Geschichte. Doch vor allem deutscher Whisky aus regionalen Brennereien gewinnt immer mehr Anerkennung auf Spirituosen-Wettbewerben und Prämierungen. Das ist keine Ausnahme, sondern Teil des großen Trends: Continental Whisky. Dass es für diesen Begriff nicht wirklich eine einprägsame und gebräuchliche Übersetzung gibt, zeigt allerdings auch, wo nach wie vor die Maßstäbe gesetzt werden: Natürlich auf den britischen Inseln und ganz besonders auf einer, nämlich Islay.

Trotzdem: Regional wird immer beliebter – und vor allem immer besser. Es tut sich was auf dem europäischen Festland. Umso größer sind die Erwartungen in die Zukunft der kontinentalen Malzbrände.

In jedem Winkel der Welt wird Korn gebrannt. Aus welchen Rohstoffen, hängt von der jeweiligen Region und Vorliebe der Brenner ab. Traditionell kommen Gerstenmalz (Malt), Weizen (Grain), Roggen (Rye), aber auch Mais und Reis zum Einsatz. Eine deutsche Spezialität, die so nirgendwo anders auf der Welt erzeugt wird, ist Dinkelwhisky. Dinkel ist eine Urform des Weizens, der regional wieder vermehrt angebaut wird.

Einen schnellen Überblick über die unterschiedlichen Whisk(e)y-Sorten verschaffen Sie sich am schnellsten in unseren FAQ zu dieser Frage. Das Onlinemagazin Singlemaltwhiskey.org hat ein nützliches Feature zum Thema „Deutscher Whisky“ veröffentlicht.

Neue Whiskytypen und Brennereien aus verschiedenen europäischen Ländern weisen den Weg zu mehr Vielfalt, Regionalität und Individualität. Doch warum diese Spirituosensorte aus Deutschland bzw. vom Kontinent, wenn es doch schon so viele gute Whiskymarken weltweit gibt? Es ist die Lust am Experiment, die Suche nach einem typischen Charakter der Herkunfts-Region oder der regionalen Zutaten. Wohl auch die Weigerung, sich von jenen großen Marken bevormunden zu lassen. Und schließlich: Whisky ist beliebt. Whiskybrenner sind Tüftler und ihre Schöpfungen brauchen viel Zeit, um zu reifen. Man könnte sagen, Whisky ist slow, ein Stück Entschleunigung, nach dem sich viele sehnen.

Es gibt verschiedene Whiskyregionen in Deutschland und angrenzenden Ländern. So haben schwäbischer Whisky, Bodenseewhisky, Whiskey aus dem Schwarzwald (Black Forest) oder Whiskey aus Bayern bereits einige Bekanntheit erreicht. Aber auch Brandenburg, der Harz, die Schweiz oder Hessen machen von sich reden.

Der populäre Malzbrand steht bei den meisten Brennereien erst seit wenigen Jahren auf dem Programm. Es gibt nur wenige Whiskybrenner mit langjähriger Erfahrung, so z.B. in Bayern und im Bergischen Land. Umso bemerkenswerter ist das teilweise schon erreichte Niveau. Deutscher Whisky wird häufig von Obstbrennereien auf Anlagen destilliert, die für fruchtige Brände optimiert sind. Deshalb sind die Destillate in der Regel lieblicher als viele der berühmten schottischen Single Malts.

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