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Wer Gin kaufen möchte, hat die Qual der Wahl: Städte-Gin wie zum Beispiel aus Berlin, Köln oder Hamburg ist gefragt, ebenso stoßen exotische und kreative Craft Spirits auf großes Interesse. Und dazu kommen die klassischen London Dry und mit größter Sorgfalt hergestellte Ginvariationen für Kenner und Genießer, die auch gerne mal etwas mehr investieren.

Gin ist in und es gibt ihn in unendlich vielen Varianten und Geschmacksrichtungen. Dabei ist Gin zunächst schlicht ein Wacholderschnaps. Aber einer mit Geschichte.

Weil die schon so oft erzählt ist, hier nur einige Stichworte. Auf der Suche nach einer Medizin für allerlei Zipperlein erfanden Apotheker einen alkoholischen Ansatz mit Wacholderbeeren, den manche mit diversen Kräutern – den Botanicals – verfeinerten. In Holland entwickelte sich daraus der Genever, er ist quasi die Mutter aller Gins. Die Erfindung des Genevers wird mal diesem und mal jenem zugeschrieben, da gibt es wie in jeder guten Geschichte verschiedene Versionen und auch historische Quellen.

Tatsache ist, das Zeug kam sehr gut an und war ja auch für oder gegen allemöglichen Beschwerden gut. Schließlich lässt sich dieser Wacholderschnaps auf verschiedene Weise genießen, als Basis für Mixgetränke oder pur.

Vor allem die Engländer fanden großen Gefallen an dem vom Kontinent importierten Wacholderschnaps (an Brexit dachte man damals noch nicht) und nannten ihn Gin. Als praktisch erwies sich wohl auch, dass Genever ohne größere Voraussetzungen jederzeit an jedem Ort aus Wacholder und Kräutern herstellbar war. Dazu benötigte man zum Beispiel kein vollreifes Obst, behutsam gemälzte Gerste, Maischreste vom Winzer sowie jahrelange Geduld für die Fassreifung wie etwa bei der Destillation von Obstlern, Whisky und Tresterbrand. Was nicht heißen soll, dass Genever und Gin gewöhnlich sind. Die meisten aktuellen Kreationen und vor allem Craft Spirits beweisen das Gegenteil.

England ist eine Gin-Nation, nicht zuletzt weil die Queen angeblich auf ihr tägliches Gläschen schwört. Von dort aus eroberte die Spirituose die Welt. Doch erst vor wenigen Jahren entwickelte sich in Deutschland und anderen Ländern des europäischen Kontinents ein neuer Gintrend als Teil der Craft Spirits Bewegung. Gins mit lokalen Botanicals, mit Infusionen oder Fruchzusätzen oder immer neue Interpretationen des Klassikers London Dry – Die Entscheidung, welchen Gin kaufen, mag nicht leicht fallen, aber es gibt für alles eine Lösung.

Während Obstbrenner ein feines Gespür für die Obstsorten und die Qualität der Früchte brauchen und als Praktiker für das Resultat der Destillation verantwortlich sind, kann der Ginhersteller nach einem eigenen, unabhängigen Konzept vorgehen. Den Unterschied machen nicht zuletzt die Kräuter und Zusätze. Die am häufigsten verwendeten Botanicals sind Ingwer, Koriander, Hibiskus-Blüte, Lavendel, Kardamon, Zitrus bzw. Orange, Anis, Rosmarin, Zimt. Doch gibt es noch viele mehr und mindestens ebensoviele Geheimnisse. Auch der Zusatz von Wein und Fruchtauszügen ist möglich. Die Kräuter bestimmen, neben dem Wacholder als Basis-Aromatik, wie die Spirituose in Szene gesetzt wird. Die Möglichkeiten scheinen beinahe unendlich.

Man unterscheidet grundsätzlich destillierten und angesetzten Gin. Beim Destilled Gin werden alle mit Alkohol angesetzen Zutaten abschließend destilliert, meistens doppelt. Eine besondere Form ist der bekannte London Dry Gin, für den es spezielle Regeln der Herstellung gibt. Mit der Stadt London hat das allerdings wenig zu tun, es ist keine Herkunftsbezeichnung.

Während der London Dry nur natürliche Kräuter und Wacholder enthalten darf, können für den herkömmlichen Dry auch Aroma- und Farbstoffe verwendet werden. Der Namensgeber von Sloe Gin wiederum ist das Steinobst Schlehen. Diese Spirituose ist meist stark gesüßt, so dass sie strenggenommen kein Gin mehr, sondern ein Likör ist.

Im unserem Shop finden Sie über 60 verschiedene Gin zur Auswahl. Sie können mit Hilfe der Auswahlfilter Ihren Lieblingsgin einfach und schnell finden und bequem online bestellen.