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Unter dem Markennamen Sailltmór bietet die Destillerie Hauer einen genuinen Whisky an, der nicht nur die Fachwelt begeistert. Whisky Papst Jim Murray meint: Der Schottischste unter den Whiskies vom europäischen Festland. »

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Sailltmór, der Whisky mit dem Salzluft-Finishing

Bad Dürkheim ist bekannt für Pfälzer Wein, Wurstmarkt, Sternegastronomie und salzhaltige Quellen. Die Destillerie Rolf Hauer sorgt dafür, dass das Städtchen am Fuß des Pfälzer Waldes auch mit Single Malt Whisky in Verbindung gebracht wird: Sein Name ist Sailltmór.

Die Formel, wo Weinbau betrieben wird, wird auch Schnaps gebrannt, trifft natürlich auch auf das Pfälzer Städtchen zu. Um zu verstehen, warum Sailltmór nicht einfach nur ein weiterer deutscher Whisky ist, muss man sich einen Moment lang mit dem Dürkheimer Wahrzeichen, der Saline, oder auch Gradierwerk genannt, befassen. Das salzhaltige Quellwasser, dass angeblich schon die Kelten zu schätzen wussten, lässt man über eine gigantische Wand aus Holzreisig rieseln und so verdunsten. Das kühlt zum einen, zum anderen reichert es die unmittelbare Umgebungsluft mit Salz an. Weil das gut für die Lunge ist, konnte aus dem Weindorf ein beinahe legendärer Luftkurort werden.

Die Destillerie Hauer verbindet generationenlange Erfahrung mit Innovation

Mit der Idee, diese salzgeschwängerte Salinen-Luft für die Whisky-Reifung zu nutzen, wandte sich der Sailltmór-Erfinder Hauer ab etwa 2010 der Whiskyherstellung zu. Die Brennerei Hauer kann auf eine bis ins Jahr 1602 zurückreichende Brennereitradition verweisen. Man hat riesige Erfahrung mit Obst- und Wein-Maischen, aber nicht mit Gerstenmalz. Deshalb suchte und fand Hauer die Zusammenarbeit mit einer kleinen Brauerei aus der Pfalz. Die beriet und begleitete den Brennmeister bei jedem Schritt vom Schroten des Malzes, über das Einmaischen und Abläutern bis hin zum Vergären der Malzwürze mit eigener Hefe.

Destilliert wird der Sailltmór Whisky auf einer eigens konstruierten Brennanlage nach schottischem Vorbild im Pot Still-Verfahren, und zwar mehrfach. Nach dem Brennvorgang wird der „New Make“ mit extrem weichem Quellwasser aus dem Pfälzer Wald auf Fasslagerstärke gebracht. Die Quelle der Destillerie Hauer befindet sich tief im Wald und ist nur zu Fuß erreichbar. So transportiert man also Eimer für Eimer auf den waldigen Pfaden in mühsamer Handarbeit.

Sailltmór ist der „schottischste“ unter den Whiskies vom europäischen Festland

Anschließend reift der Sailltmòr Whisky für mindestens drei Jahre in ausgewählten Fässern, die zuvor z. B. mit Bourbon-Whisky, Portwein oder Sherry belegt waren – oder eben aus Pfälzer Eiche neugefertigt und getoastet wurden. Einzigartiger Höhepunkt der Herstellung ist das Salzluft-Finishing in der besonderen Atmosphäre der Saline. Die ist übrigens auch der Namengeber: Saillt Mór ist gälisch, eine Referenz an die schottischen Vorbilder der Whisky-Brennkunst, und bedeutet übersetzt große Saline.

Mit den ersten Abfüllungen nach 3-4 Jahren überzeugte Rolf Hauer Experten und internationale Jurys: Bronze in der Kategorie Whisky National für die Pfälzer Eiche-Abfüllung bei den Germany’s Best Whisky Awards und Auszeichnung im Fachmagazin „Der Whisky-Botschafter“ 2016. Whisky-Papst Jim Murray war begeistert von Sailltmór und vergab an den „Schottischsten unter den europäischen Malts“ 94 von 100 Punkten in seiner Whisky Bible 2017.