St. Kilian Distillers BrennereiLogo St. Kilian Distillers

St. Kilian Distillers ist die bisher jüngste deutsche Whisky-Brennerei. Gegründet 2012 von zwei Whisky-Liebhabern im Odenwald-Örtchen Rüdenau, hat St. Kilian nach diversen Spirits und Newmakes sowie Whisky-Likören 2019 ihren ersten Dreijährigen abgefüllt, einen Single Malt der fruchtigen Art. Es folgen laufend weitere Editionen und Abfüllungen mit unterschiedlichem Charakter. »

St. Kilian Distillers Brennerei

St. Kilian Distillers – das deutsche Whisky Start-up

Von Anfang an dachten die Gründer der St. Kilian Distillers groß: Von den schottischen Spezialisten Forsyths ließ man zwei Pot Stills mit je 6000 Liter Fassungsvermögen kommen, Maischbehälter (Mashtun 12.000 L) und hölzerne Gärgefäße (Washback aus Oregon Pine 10.800 L) bezog man ebenso bei Spezial-Ausstattern. Die Anlagenkapazität beträgt etwa 200.000 Liter Alkohol (New Make) pro Jahr.

Wer groß denkt, braucht aber auch viele Hände, die mit anpacken. Im Team von St. Kilian Distillers gibt es neben Master Distiller Mario Rudolf und Mitarbeitern für alles Mögliche auch den Bar- und Social-Media Experten Davis Gran.

Deutsch-irische Koop bei St. Kilian Distillers

Als der Unternehmer Andreas Thümmler und der irische Master Distiller David F.Hynes sich kennenlernten, war die Idee zu einer neuen deutschen Whisky-Brennerei schnell geboren. Ein alte Textilfabrik bot sich als Standort für die St. Kilian Distillers geradezu an. Doch bekanntlich braucht Whisky seine Zeit – in diesem Falle nicht nur die mindestens dreijährige Reifung, sondern natürlich auch eine längere und intensive Vorlaufphase für das Umbauen, Einrichten, Inbetriebnehmen, Rezepte entwickeln, Beschaffen von Rohstoffen und Fässern aus der ganzen Welt, und so weiter und so fort.

st. kilian gründer andi thümmlerDie volle Produktion startete schließlich am St. Patricks’s Day 2016, benannt nach dem irischen Mönch und Nationalhelden. Der Name St. Kilian Destillers bezieht sich übrigens auf einen anderen irischen Mönch, der ganz ähnlich wie der bekannte St. Patrick das keltische Inselvolk dereinst zum Christentum bekehrte.

St. Kilians Distillers pflegt ein cleveres Fass-Management

Insgesamt hält man über 90 verschiedene Fassarten für die Reifung und das Finish parat: Ex-Bourbon, -Sherry, -Cognac, -Rum, -Port, -Weißwein, -Amarone und Calvados-Fässer. Dazu kommen frisch europäische und amerikanische Eichenfässer sowie Fässer aus Akazie, Zeder, Buche, Maulbeerbaum, Kastanie. Mit diesem Fundus lässt sich einiges bewegen, da dürfte bald eine gewisse Vielfalt der Abfüllungen und Editionen auf uns zu kommen.

st kilian master distiller mario rudolf

Zurück zur Vielfalt der St. Kilian Whiskies: Für rauchige Single Malts verwenden die Erzeuger schottisches Gerstenmalz, für mildere Rezepturen Gerste aus heimischem Anbau. In den kupfernen Pot Stills wird der Whisky nach irischer Tradition zweifach destilliert. Der schlanke Hals der Kupferbrennblasen soll das Rohdestillat besonders mild machen. Die Fassabfüllung erfolgt in exakt 63,5 % Alkohol. Wer auf 90 Fasstypen für die Reifung zurückgreifen kann, hat auch für das Blending schier unendliche Optionen.

Die erste Abfüllung, der First Kilian, war mit nur 760 Flaschen stark limitiert und entsprechend schnell vergriffen. Auch die diversen Spirits (Lagerung unter 3 Jahre) und New Makes kamen gut an. Mit der Signature Edition startet St. Kilian 2019 eine Reihe von Abfüllungen ganz unterschiedlichen Charkaters – der erste „One“ zählt zur fruchtigen, milden Spielart von Single Malt, ganz nach irischem Vorbild. Er reifte unter anderem in einem Martinique Rum-Fass.