5 Tipps für Genießer

5 Tipps für Verbraucher und Genießer von Obstbränden

Über Geschmack lässt sich nicht streiten, heißt es. Über Qualität schon. In erster Linie bestimmen Geruch, Geschmack (Aroma), Aussehen den Genusswert von Spirituosen wie auch Lebensmitteln. Die sensorische Bewertung ist Basis aller Verkostungen und Wettbewerbe um Qualitätssiegel wie etwa der DLG, des World Spirit Awards, der Destillata oder regionaler Erzeuger-Verbände.

Nun sind Verkoster aber Experten mit großer, jahrelanger Erfahrung. Wie aber kann jeder Verbraucher gute von schlechten Destillaten unterscheiden? Dazu haben wir 5 Tipps für Sie:

Tipp Nr. 1

Mildes Aroma allein ist noch kein Qualitätsbeweis.Vor allem sortenreine Obstbrände aus nur einer einzigen Apfel- oder Birnensorte oder von Schlehen, Wildkirsche, Zibarte und anderen Wildfrüchten zeichnen sich durch Frucht-typische Aromen aus, die der wenig erfahrene Genießer auch schon mal als scharf oder rau empfindet.

Tipp Nr. 2

Fruchtaromen entfalten sich am besten bei Zimmertemperatur – deshalb werden Obstbrände, im Unterschied zu vielen Schnäpsen aus Korn oder Wachholder, nie gekühlt genossen. Damit nicht nur der Gaumen, sondern auch die Nase auf ihre Kostn kommt: Nosingglas benutzen!

Tipp Nr. 3

Wenn es auf der Zunge scharf brennt, aber in der Nase eher ein muffiger, schaler Geruch steht, kann das ein Zeichen dafür sein, dass u.a. sogenannte Fuselöle aus dem Nachlauf in den Brand geraten sind. Die Bezeichnung „Edelbrand“ verdienen solche Produkte wahrlich nicht mehr.

Tipp Nr. 4

Schnäpse, die wie Fruchtbomben daher kommen, enthalten sehr wahrscheinlich Zuckerzusätze oder künstliche Aromen – reine Destillate, auch solche mit Fruchtauszug, dagegen niemals. Verbirgt sich unter der gefällig-süßen Oberfläche ein medizinisch stechendes Aroma, lassen Sie das Glas lieber stehen und schonen ihre Gesundheit!

Tipp Nr. 5

Mit einem einfachen Test können Verbraucher und Genießer Hinweise auf vermutlich getunte Billig-Obstbrände erhalten: Sie lassen ein Glas mit Schnaps über Nacht offen stehen. Ist das Aroma anderentags verflogen, handelt es sich höchstwahrscheinlich nicht um einen Edelbrand. Natürliche Aromen bleiben nämlich weitgehend stabil.

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