Studer Distillerie, Escholzmatt / Schweiz

Pionier des Esprit Naturel

Die Studer Distillerie macht von sich selbst nicht allzu viel Reden. Dafür aber sprechen die Auszeichnungen Bände, welche die Schweizer Brennerei Jahr für Jahr national und international entgegennehmen darf. Studer, bereits in vierter Generation Lieferant der gehobenen Gastronomie und Hotellerie, gilt als die meist-prämierte Obstbrennerei der Welt. Als Ausstatter großer Events in Politik und Gesellschaft hat Studer außerdem praktisch die Rolle eines Botschafters für Schweizer Eau de Vie übernommen.

Mit 10 Gold-Prämierungen allein in 2015 war das bis heute familiengeführte Unternehmen Brennerei des Jahres. Grundlage des Erfolgs als internationale Spirituosenmarke ist die hohe Qualität der Edelbrände aus Obst garantiert Schweizer Herkunft. Das Familienrezept ist Authentizität. Das wurde als Handwerk verinnerlicht und über Generationen gepflegt. So haben es längst auch neue Spirituosen wie Studers Gin, Vodka und Absinth in die Königsklasse geschafft.

Die Geschichte der Schweizer Brennerei steckt voller Anekdoten und Legenden. Ähnlich wie die Region der Zentralschweiz um den Unternehmenssitz, den Ort Escholzmatt bei Luzern. Der Anfang der Studer Distillerie liegt im Jahr 1883. Die vier Brüder Robert, Gottfried, Hans und Josef streben aus der dörflichen Enge in die weite Welt hinaus. Ihre Lehr- und Wanderjahre führen mit der damals topmodernen Eisenbahn quer durch Europa. Stationen sind unter anderem das Bordeaux Weinbaugebiet, Spanien, Schottland.

Bei Marie Brizard, der französichen Likör-Marke, lernen die Studers Verfahren und Rezepturen kennen, aber auch von vielen anderen Stationen bringen sie Know-how, Kontakte und Technologie mit zurück in die Schweizer Provinz. Sie treiben die Elektrifizierung des Ortes voran, beginnen feinste Confiserie und Spirituosen zu produzieren und direkt an die Gastronomie zu vertreiben.

Ein Mann namens Wladimir Iljitsch Lenin, später Anführer der russischen Oktober-Revolution, weilte bekanntlich einige Zeit in der Schweiz. Eine Anekdote besagt, dass die Studer-Brüder, weil sie als erste in der Region ein Automobil besaßen, den vom Zahnschmerz geplagten Lenin nach Luzern zur Behandlung fuhren.

Nach einem verheerenden Brand, der das Unternehmen 1922 zerstörte, übernimmt ein Sohn der ersten Generation die Geschäfte seines Vater und seiner Onkel alleine. Als er selber ein Jahrzehnt später stirbt, führt seine Frau Mathilde die Distillerie engagiert und emanzipiert weiter. Sie reist über Land, verhandelt mit Wirtsleuten und überzeugt viele Kunden – sie ist ein wahres Marketing-Talent.

Noch so eine Geschichte: Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs stellt sich Mathildes Sohn Werner als eine Art Reiseleiter zur Verfügung für amerikanische und englische Soldaten, die in der Schweiz Erholung suchen. Die neuen Kontakte zu den Alliierten wie auch die unermüdliche Vertriebstätigkeit machen Studer als Marke auch außerhalb der Schweiz immer bekannter.

Doch die Vertriebserfolge der Studer Distillerie wären nicht möglich geworden ohne Produkte von ausgezeichneter Qualität. Der „Esprit naturel“ zeichnet Studer Spirituosen aus. Die Rohstoffe für die Studer Spirituosen sind sorgfältig ausgesucht, stammen meist aus kontrolliertem Schweizer Anbau. Studer-Erzeugnisse werden nach überlieferten Rezepturen in einem streng überwachten und zeitintensiven Brennverfahren destilliert und lange ausgereift. Alles ist dem Ziel absoluter Reinheit und typischen, vollen Aromen untergeordnet.

Eau de Vie von Studer Distillerie im Shop »