Schwarzstoff - Liquid Family Bild

Tübingen ist (bald) überall

Bei Schwarzstoff aus Tübingen treffen professionelles Marketing, handwerkliche Brennerei Qualität und junge Szene zusammen. Das sind gleich drei Faktoren, die über den Erfolg dieser noch jungen Bereicherung der Craft Spirits Welt entscheiden können. Die Nominierung und den Publikumspreis der Region Neckar-Alb zum Baden-Württembergischen Start Up Elevator Pitch hatte Schwarzstoff 2018 jedenfalls aus dem Stand heraus geschafft.

Die Legende bisher: Es waren einmal zwei unzertrennliche Freunde (bestbrosforever), welche die Schwäbische Alb, die Streuobstwiesen und den Whisky liebten. Viele gemeinsam verbrachte Jahre mit Motorrad-Ausfahrten und anderen Unternehmungen wurde jäh beendet, als einer von ihnen – Jacky – 2010 plötzlich und relativ jung verstarb. Der andere, Hans-Peter Schwarz, ist inhaber einer Event- und Marketing-Agentur in Tübingen, die sich für Region und Qualitäts-Genüsse stark macht. Es keimte die Idee, in Memoriam Jacky und in Kooperation mit einer traditionellen Brennerei, einen schwäbischen Whisky zu erschaffen. Als Produzent wurde Brennmeister Immanuel Gruel aus Owen / Teck gewonnen, er ist selber kein unbeschriebenes Blatt der schwäbischen Obstbrennerei.

Schwarzstoff will die Craft Spirits Szene erobern

Dem so entstandenen Whisky – Bro’s High – stellte man einige Jahre später noch einige Obstbrand-Klassiker und Liköre zur Seite, auf dass sich diese als Produkt-Range vermarkten ließen. Diese Spirituosen ergänzen sich zur „Liquid Family“. So nannte man fortan das Sortiment der eigens zum Vertrieb gegründeten Spirituosenmarke Schwarzstoff.

Warum das alles? Nun, auch Herr Schwarz kann quasi auf eine Brennerei-Familientradition verweisen. Die Recherchen in Archiven ergaben, dass diese sich sogar bis 1831 in die Schildwirtschaft Hirschen von Ururur-Großvater Johannes Frosch in Owen / Teck zurück verfolgen lässt. Der erfand ganz nebenbei 1847 eine Obstmühle, die heute im Freilichtmuseum Beuren bestaunt werden kann.

Schwarzstoff ist zwar eine junge Crafts Spirits Marke, die sich am Geschmack und der Vorliebe der Kneipen- und Studentenszene – nicht nur in Tübingen – orientiert. Aber zum Kernkonzept gehören eben auch „alte Werte“ wie regionale Produktion und Rohstoffe, Eigenanbau, Handabfüllung. Und Schwarzstoff setzt sich für die Erhaltung und Nutzung der typischen Hochstammsorten in den umliegenden Naturvierteln und Streuobstbeständen ein, eine sorgfältige Destillation und jahrzehntelange Brennerfahrung.

Während Schwarzstoff also bei Inhalt und Qualität keine Kompromisse eingeht und die Tradition hochhält, verpasst man den Produkten einen sehr poppigen und kommunikativ klar durchkonzipierten Auftritt. Jedes „Stöffle“ ist raffiniert farblich gekennzeichnet. Das Rücketikett der 0,5 L-Flaschen ist jeweils mit einer Leitfarbe grundiert, so dass der zumeist klare Inhalt pastellig-geheimnisvoll schimmert. Nette Idee, cool umgesetzt. Außerdem tragen die Produkte Eigennamen, die mit ihrem Typ korrespondieren – zum Beispiel Uncle Jerry für den Kirschbrand und Sis’s Mercy für den Kirschlikör. Willkommen in der Liquid Family!

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