Nork Brennerei Gründer Bild

Korn kommt von Können

Was dem Baden-Württemberger sein Obstbrand ist dem Norddeutschen sein Korn. Meist hat der aber leider ein verstaubtes Image. Um mächtig dagegen zu halten, haben ein paar Freunde Nork gegründet. Ihr Credo war: Wir wollen Korn besser machen. Aus dem Crowdfunding Projekt von 2016 ist inzwischen eine vielbeschäftigte Kornbrand-Manufaktur geworden.

Die Marke Nork ist mehr als ein Spiel mit Buchstaben, es ist die Wiederentdeckung des richtig guten Doppelkorns für das Party- und Nachtleben. Gemeint ist dabei nicht nur typisch hanseatischer Feierbedarf. Als Nordlichter stehen die Gründer und Erfinder von Nork, die Geschwister Ann-Katrin und Johann Dallmeyer und Lars Galling, zwar auf klare Schnäpse. Doch darüberhinaus hat eine Spirituose von solch milder Klarheit und feiner Qualität das Zeug dazu, auch in Süddeutschland und im Ausland Gin und Wodka zu ersetzen. Wenigstens ab und zu.

Nork ist Doppelkorn. Nur besser.

Dass Kornbrand nicht zwangsläufig Tankstellen-Fusel sein muss, wurde den dreien erst spät klar. Da lagen schon diverse Feiern mit allen möglichen Getränken und auch recht üble Erfahrungen mit billigem Korn hinter ihnen. Die (Blind-) Verkostung eines der besseren Kornbrände brachte die Wende und die Einsicht: Korn pur ist lecker statt langweilig. Zugleich bleibt Korn trotz feinem Eigengeschmack in Mixgetränken vornehm zurückhaltend und lässt anderen Zutaten den Vortritt, ganz wie man sich das als Longdrink-Fan wünscht.

Bei alledem: Es gab und gibt guten Korn – die von Nork bilden sich nicht ein, ihn wie das Rad neu erfunden zu haben. Aber sie sind konsequenter als andere. Hohe Qualität, viel Handarbeit, sorgfältige Markenpflege, keine Massenproduktion – selten kommt Kornbrand so gut, stylish, sympathisch und augenzwinkernd daher wie Nork.

Nork ist die Geschichte moderner Pioniere. Erst 300 Flaschen mittels Crowdfunding, dann nochmal eine Charge und wieder eine, und irgendwann waren die Freunde vom Lande zwischen Bremen und Hamburg selber Schnapshersteller geworden mit Stammkunden, Website, Pakete packen und Steuern erklären. An den hanseatischen Tresen gewann Nork schnell Freunde, darunter alsbald einige Journalisten, die dann ausschwärmten und der Republik vom neue Korn-Hype berichteten.

Für die Herstellung kooperiert man mit der Familienbrennei Hanschen Harm in Scheeßel. Das Design der Flaschen und der Etiketten mit der stilisierten Ähre ist schlicht und reduziert, typisch nordisch halt. Die Flaschen werden fortlaufend nummeriert, die Etiketten in einer alten Druckerei auf alten Handpressen gedruckt und geprägt.

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