Humbel Spezialitätenbrennerei, Stetten /Schweiz

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Die Kirsch-Brenner und Bio-Pioniere

Die Humbel Spezialitätenbrennerei ist fast so etwas wie eine Schweizer Institution. Und Kirschwasser ist der Schweizer Schnaps schlechthin. Was die Vorfahren Max Humbel und seine Söhne begannen, nämlich das Brennen von Obst, allen voran Kirschen, zu bestmöglichen, qualitativ und sensorisch herausragenden Spirituosen, setzt die heutige dritte Generation fort. Mit sortenreinen Kirschbränden und Bio-Produkten hat die Humbel Spezialitätenbrennerei seit 1991 aber dazu eigene, neue Maßstäbe gesetzt. Die Cousins Lorenz und Beat Humbel teilen sich die Verantwortung in Landwirtschaft und Brennerei. Sie haben aus Humbel ein modernes Unternehmen geformt, das gleichwohl an den traditionellen Qualitätsmaßstäben festhält. So begann Lorenz Humbel, sich für die unzähligen Kirschsorten, die in der Nordwest-Schweiz zu Hause sind, zu interessieren und ihre geschmacklichen Nuancen zu entdecken.

Humbel Brennerei BildHumbel Spezialitätenbrennerei erfindet die Nummern-Brände

Den berühmten Schweizer Kirsch brannte man zwar immer schon nur aus den besten Ernten und Früchten, aber eben aus denen, die jeweils verfügbar waren, ohne irgendwelche Sorten zu unterscheiden. Die Humbel Spezialitätenbrennerei führte die Nummern-Brände ein. Das sind sortenreine Kirschbrände, seltene Obstbrände und extravagante Destillate aus spezifischen Ernten und eindeutiger Herkunft. Humbel setzt ausschließlich auf Obstlieferanten der Region, und baut Früchte selber an. Es geht dabei nicht um Trends oder Zertifizierung, sondern einzig und allein um geschmackliche Aspekte und den natürlichen Charakter des Obstes.

Die Grundwerte der Herstellung: bestes Obst in den besten Erntejahren, sorgfältiges Einmaischen, eine Destillation, die auf dem Können von erfahrenen und motivierten Brennern beruht, langsame Alterung – und am Ende die Reduktion mit Wasser auf 43 Volumenprozent. Kein Zucker zur Abrundung, kein Karamell zum Nachfärben. Und auch beim Design der Flaschen verfolgt Humbel diesen Purismus: Nichts soll vom Inhalt ablenken.

Ab 1995 betrat die Humbel Spezialitätenbrennerei weiteres Neuland: Die Erzeugung von Bio-Obstbränden und den Import von Bio-Spirituosen. Damit konnte die regional verankerte Spezialitätenbrennerei in Europa erfolgreich eine Nische besetzen. Die Zutaten sind nach Möglichkeit Bio- und Fair-Trade-Erzeugnisse, stammen aus kontrolliert biologischem Anbau.

Humbel ist Slow-Food-Unterstützer und erfüllt diverse Bio-Label-Standards, weigert sich aber (zu recht) jedes einzelne nachzuweisen und auf den Flaschen zu deklarieren. Anstelle der Labels informiert die Humbel Spezialitätenbrennerei den Verbraucher durch eigene, dezente Farbcodierungen: Rot steht für Schweizer Herstellung mit Schweizer Früchten. Grün für biologisch hergestellte Destillate. Ocker für Mehrwerte in Biodiversität, erhaltenswerte Obstgärten und ähnliches.

In den letzten Jahren steigt generell die Nachfrage nach süßen Spirituosen. Obstbrand darf bekanntlich nicht gezuckert sein und Likör darf sich der Schnaps erst ab 100 g Zucker pro Liter nennen. Die passende Bezeichnung für Spirituosen, die im Holzfass gereift und nur leicht gesüßt wurden, ist „Vieille“ nach dem französischen „Alte“, also z.B. Vieille Prune, Vieille Pomme usw. Die Humbel Spezialitätenbrennerei hat hier eine Reihe aufgelegt, die auch brandgeister.de im Programm führt. „Vieille“-Spirituosen verbinden die Sauberkeit des Destillats (ca. 40 % Vol.) mit markanten Aromen aus der Fassreifung und dezenter Süße (garantiert weniger als 100 g pro Liter).

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