Heidelberg Spirits WSA 2017 Bild

Schnaps & Magie

Mit einem exotischen Bitterlikör beginnt 2013 die Geschichte von Heidelberg Spirits. Oder doch bereits Ende der 1980er Jahre mit einer Expedition in den südamerikanisachen Urwald? Schwer zu sagen, das Leben geht manchmal erstaunliche Umwege. Doch spätestens mit der Präsentation einer weiteren kreativen Spirituose im Frühjahr 2018 ist das kleine Familienunternehmen im nordbadischen Dossenheim nahe Heidelberg ein fester Bestandteil der Craft Spirits Szene geworden.

Als die Chemikerin Petra Spamer-Riether ins Amazonas-Gebiet Perus reist, um Heilpflanzen für eine wissenschaftliche Arbeit zu suchen, hat die (industrialisierte) Welt noch keine Ahnung von der Existenz einer Pflanze namens Pussanga. Ein Trank aus ihren Wurzelextrakten hat nach Ansicht den Indio-Schamanen aphrodisierende Wirkung. Spamer-Riether, die spätere Heidelberg Spirits Gründerin, „entdeckt“ die Pussanga-Wurzel. Zugleich erlebt sie eine Romanze mit ihrem Dschungel-Guide, dem Spanier Pedro Garrido, der sie in die Indianerdörfer am Rio Alto Madre de Dios begleitet. Ob es zwischen dieser Begebenheit und der Wurzel-Magie einen Zusammenhang gibt, sei der Phantasie überlassen.

Heidelberg Spirits ist Experimentierküche und Marketingagentur

Jedenfalls bringt 25 Jahre später ein Filmprojekt die Heidelbergerin, die inzwischen Fernsehjournalistin ist, auf die Idee, nach dem Vorbild der Schamanen aus der Wurzel  eine besondere Spirituose zu entwickeln. Mit magischen Kräften. Vielleicht. Aber vor allem mit einem unvergleichlichen Aroma. Weshalb die Spirituose namens „Pussanga“ weitere 3 Jahre später als Weltneuheit unter den Spirituosen gefeiert, als neuartiger Hybrid aus Fruchtbrand und Bitterlikör anerkannt, ja sogar unter die 100 innovativsten Spirituosen der Welt gerechnet wird.

Heidelberg Spirits Pussanga Manufaktur BildÜber ein Jahr lang tüftelte sie an der Rezeptur mit frischem Granatapfel, mit Chili, Ingwer, Kardamom, Vanille und natürlich jeder Menge Pussanga-Pflanzen aus Peru und Mexiko. Zusammen mit Tochter Janina brachte sie 2013 die Spirituose auf den Markt. Die Fachjurys diverser Spirituosen Wettbewerbe waren von dem Heidelberg Spirits Erzeugnis begeistert. 2016 und 2017 wurde der Likör beim World Spirits Award mit Gold ausgezeichnet und bei der International Wine and Spirits Competition (IWSC) in London 2016 mit der Silver Outstanding Medaille versehen.

2017 haben die beiden Heidelberg Spirits Entrepreneure eine neue Idee: Petra Spamer-Riether greift eines der großen Gedankenexperimente der Physik und Philosphie auf: Schrödingers Katze. Angeregt wird sie dazu durch ein Gespräch mit befreundeten Physikern. Auch ist diese theoretische Frage der Quantenphysik mittlerweile populär geworden durch die TV-Serie The Big Bang Theory.

Am Anfang war der Name, dann kam der Gin. Während Mutter Petra die Rezeptur entwickelte, bereitete Tochter Janina das Marketing vor. Konzept, Design, Visuals, Website, Kampagne – nichts blieb dem Zufall überlassen. Heidelberg Spirits präsentierte sein neuestes Produkt, Schrödingers Katzen Gin, 2018 auf dem Craft Spirits Festivial der Destille Berlin. Es ist ein London Dry Gin, im Pot-Still-Verfahren destilliert, mit klassischen Botanicals wie Wacholder und Koriander, Kardamom, Zitronenthymian und einigen seltener für Gin verwandte Zutaten wie Basilikum, Heidelbeeren und – Katzenminze. Der wird eine euphorisierende Wirkung nachgesagt. Und so schließt sich der Kreis um die magischen Heidelberg Spirits.

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