Ginsanity Gründerpaar Frangenberg Bild

Verrückt nach Gin

Die einfachen Ideen sind die besten, heißt es immer wieder. Die Gründungsidee von Ginsanity ist so eine: Nämlich die Erkenntnis, dass sehr viele Ginsorten auf der ganzen Welt zwar mit, aber nur die wenigisten ohne Tonic oder einen anderen Filler lecker sein können. Genauso einen wollten Michael und Dagmar Frangenberg schaffen, einen Gin, der bereits pur begeistert. Also warf sich das Kölner Start-up 2013 mit Leidenschaft in die Arbeit.

Wie bei den meisten Gin-Entrepreneuren begann eine Phase – es waren fast drei Jahre – der intensiven Vorbereitung, des Ausprobierens und Verkostens im Freundeskreis. Dieser fand, die Frangenbergs (Er: als Einkaufsdirektor in wechselnden Ländern im Einsatz – Sie: Filmemacherin mit Reportage-Einsätzen im Ausland) sind verrückt. So war der Name schneller gefunden als die Rezeptur: Ginsanity, eine Wortschöpfung aus “Gin” und “Insanity” (Verrücktheit).

Ginsanity ist handcrafted von A bis Z

Viele Quereinsteiger im Brennerei-Geschäft entwickeln Rezepturen und suchen dann einen Partnerbetrieb für die Umsetzung. Der große Unterschied bei Ginsanity aber ist, dass man eine eigene Destillieranlage erwarb. Denn die Frangenbergs wollten die komplette Produktion selber verantworten. Noch dazu kommt dieser klassische Kupferkessel ohne elektronische Steuerung und Automatisierung aus. Die Kapazität reicht nur aus für kleine Batches von höchstens 60 Flaschen pro Durchlauf. Da ist “handcrafted” und akkurates Arbeiten nicht bloß modisches Programm, sondern schlichte Notwendigkeit.

Die beruflichen Tätigkeiten in aller Welt ermöglichten Einblicke in die Gin-Vorlieben anderer Länder, doch entscheidend waren Neugierde und Lust am Genuss. Man erfuhr eine riesige Geschmacksvielfalt. Die Frage stand im Raum: “Wer trinkt schon gerne etwas, das er erst mischen muß, damit es gut schmeckt?” Diese Eindrücke verabeiteten die Ginsanity-Gründer in ihren eigenen Rezepturen. Dem Erstling, einem Dry Gin, folgten bald Variationen mit Fruchtzusätzen – selbstverständlich unter weitestgehender Vermeidung von Zucker. Denn natürliche, ausgesuchte Zutaten haben auch hierbei höchste Priorität.

Die Ginsanity Destille befindet sich am Kölner Stadtwald. Das Untergeschoss eines Hauses beherbergt den Betrieb, der bereits aus den Nähten platzt. Prämierungen beim Craft Spirits Festival Berlin 2018 und 2019 verleihen dem jungen Betrieb weiteren Aufschwung.

Gin aus Köln im Shop feat. Ginsanity »