Hamburger Fernweh, sorgsam destilliert

Die Altonaer Spirituosen Manufaktur ist die Wiege des Gin Sul. Seit 2013 erobert der Destilled Dry Gin mit seinem einzigartigen Aroma und einer ebensolchen Story die Bars und privaten Spirituosen-Schränke. Destilliert wird in Hamburg, aber die 3000 Kilometer weiter südlich gelegenen Küsten der portugiesischen Algarve spielen eine entscheidende Rolle dabei.

An den Steilklippen der Costa Vicentina pfeift nicht nur der Westwind, sondern hier gedeiht auch ein Kraut namens Labdanum, auch Zistrose genannt. Es bedeutet etwa soviel wie “klebriges Kraut”. Die Pflanze sondert ein Harz ab, das schon in der Antike zur Schönheitspflege oder als Räucher- und Heilmittel verwendet wurde.

Handarbeit aus Überzeugung in der Altonaer Spirituosen Manufaktur

Wilder Wacholder und Zistrose, gemischt mit der salzhaltigen Atlantik-Brise – das war für die Altonaer Spirituosen Manufaktur die Inspiration zu Gin Sul. Ein weiterer Baustein der Story von Gin Sul ist Saudades – ein nicht wirklich übersetzbarer portugiesischer Ausdruck für Fernweh, Schönheit, aber auch Melancholie. Was beschreibt das Gefühl besser, wenn man auf der Steilküste inmitten Wacholder und Zistrosen sitzt und wartet, bis die Sonne untergeht?

Die Altonaer Spirituosen Manufaktur nutzt eine kleine Anlage aus dem Haus Arnold Holstein aus Markdorf am Bodensee, die nur nur 100 Liter fasst. Doch die Hamburger destillieren bewusst sehr langsam und in kleinen Durchgängen, um den Aromen Platz zur Entfaltung zu bieten. Auf ihrem Weg in das Geistrohr müssen sich alle Alkoholdämpfe durch den sog. Anisateur kämpfen, einen Geistkorb, der mit frischen Zitronenschalen, Rosmarinzweigen und Rosenblättern befüllt wird.

Das kalte, klare und weiche Wasser aus der Lüneburger Heide wird in mit dem Destillat vermählt, um den Gin auf Trinkstärke zu bringen. Die Altonaer Spirituosen Manufaktur fördert das Wasser aus 33 Brunnen mit einer Tiefe von bis zu 326 Metern.

Und noch ein Portugal-Bezug: Einige der sogenannten Typschiffe, die noch Mitte der 1970er Jahre das Stadtbild von Hamburg prägten, befinden sich seither in Lissabon im Einsatz. Folglich ziert die Zeichnung eines solchen Schiffs die Gin Sul-Flasche, übrigens ganz klassisch aus Ton.

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