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Beer Liqueur Foundation nennt sich das Unternehmen dreier Bayern, die nur ein Ziel kennen: Den Heiland Doppelbocklikör zu produzieren und die Menschen davon zu begeistern. Der Slogan „Jesus würde Heiland trinken“ trägt die für Bayern typischen anarchischen Züge und damit zum Erfolg bei. »

Die Beer Liqueur Foundation erfand den Heiland neu

Ein Januar-Abend im Jahr 2014: Kein Schneegestöber stört die Sicht, kein Eiswind peitscht durch die Gassen. Nein, in München ist es mild wie im Mai. Drei Herren aus Nandlstadt, dem Zentrum des Hopfenanbaus vor den Toren der bayerischen Metropole, sinnieren über ihrer Feierabend-Halbe. Es sind die Zwillingsbrüder Stefan und Max Hofstetter und Matthias Thieme. Da zückt einer eine Steingutflasche aus dem Daypack. Drin ist selbstgekochter Bierlikör. Der mundet so vorzüglich, dass die Herren beschließen, aus dem Bierlikörkochen eine Profession zu machen.

„Jesus würde Heiland kaufen“

So beginnt die Geschichte der Beer Liqueur Foundation. Nun ist Bierlikör an sich nichts Neues, schlimmer noch: Die real existierenden Bierliköre sind meist so abscheulich, dass sie nur preussischen Touristen angedreht werden können. Das Ziel der Beer Liqueur Foundation dagegen ist, Bierlikör auf Augenhöhe mit Gin oder Whisky zu heben.

Ergo: Alle 3 ab in die Küche! Und immer wieder probieren. Es dauert viele Monate, bis die Rezeptur gelungen erscheint. Erst als sich zur malzigen Grundtonart Noten von Karamell und ein Akkord aus Feige, Orange und Schokolade eingestellt haben, ist die Beer Liqueur Foundation zufrieden mit dem Resultat der argen Mühen.

Mission: Bajuwarischer Beer Liqueur der Spitzenklasse

Fehlte noch ein Name, eine Marke. Wieder sinnieren die Herren. Die Assoziationskette ist in etwa die: Ihr Bierlikör ist aus Doppelbock, dieses Starkbier wurde zumeist von Mönchen gebraut, damit der Mensch die Fastenzeit unbeschadet überstand. Und Bier ist den Bayern heilig. Und da war klar: Der Doppelbockliqueur sollte Heiland heißen.

Es folgten nochmals viele Monate, in denen die Beer Liqueur Foundation studierte, wie man das Rezept und die Herstellweise aus der WG-Küchen-Dimension in eine professionelle Produktion überträgt und hochskaliert. Endlich, Anno Domini 2016, trat Heiland seinen Siegeszug durch die Gastronomie an und schart seither immer mehr Jünger um sich.

Der Slogan „Jesus würde Heiland trinken“ trägt die für Bayern typischen anarchischen Züge und damit zum Erfolg bei. Wieder Erwarten fand auch die Kirche den Heiland ganz ok. Was wiederum für Publicity sorgte. Nun bleibt eigentlich nur noch, weiterhin viel Erfolg zu wünschen, denn man hat schon einige Szene-Schnäpse kommen und wieder gehen sehen. In diesem Sinne: Lang lebe der Heiland!